Google wirbt einen Qualitätsmanger für Hardware bei Apple ab

Google hat mit Simon Prakash einen Senior Director of Product Integrity bei Apple abgeworben. Die Führungskraft arbeitete acht Jahre bei Apple und war für die Qualität sämtlicher Apple-Hardware, vom iPhone bis zum MacBook Air verantwortlich, die zumeist in Asien gefertigt werden.

Diese Abwerbung des Qualitätsmanagers überrascht zweifach: Google stellt keine Hardware her und eigentlich herrscht zwischen beiden Unternehmen ein ungeschriebenes Abwerbeverbot.

Laut Venturebeat wird der Prakash in gleicher Funktion ein Geheimprojekt bei Google leiten und direkt an Sergey Brin berichten. Google übernimmt derzeit Motorola Mobility. Angeblich sei Google nur an den Patenten für den Mobilfunkbereich interessiert. Aber es ist nicht ausgeschlossen, dass auch ein Google-Phone in der Entwicklung ist.

Mit der Einstellung hat Apple außerdem ein ungeschriebenes Abwerbeverbot zwischen Apple, Google, Pixar, Lucasfilm, Intel und Intuit gebrochen. Eventuell, weil ein US-Gerichtdie Absprache unter die Lupe nimmt und mit großer Wahrscheinlichkeit, verbunden mit Strafen, verbietet. Dann kann man es auch gleich zum eigenen Vorteil brechen…

Google testet bei der App-Zulassung auf Malware

Google zieht Konsequenzen aus den diversen Malware-Funden in Apps. Ab sofort werden die Programme nach der Anmeldung im Android Market automatisiert nach Viren, Schädlingen, Trojanern und anderer Malware untersucht. Das geschieht mit einem Dienst, den Google Bouncer (Türsteher) getauft hat, schreibt Hiroshi Lockheimer, Vice President Engineering für Android.

Danach wird jede App vor der Freischaltung automatisch in Googles Cloud-Infrastruktur ausgeführt. So werde simuliert, wie sich die App auf einem Smartphone oder Tablet verhält. “Das System nimmt eine Anwendung, die hochgeladen wurde, führt sie in der Cloud aus und überwacht, was sie in der virtuellen Umgebung macht”, sagte Lockheimer. Wird dabei “Ungeziefer” gefunden, folgt eine manuelle Überprüfung. “Sie wird nicht hochgeladen, wenn es sich um eine Variante einer bekannter Schadsoftware handelt”, so Lockheimer.

Zusätzlich werden neue Entwicklerkonten analysiert, um zu verhindern, dass sich Wiederholungstäter unter anderem Namen anmelden, schreibt Lockheimer auf dem Google Mobile Blog. Bouncer wurde bereits seit längerem getestet. So sah Lockheimer einen Rückgang von schadhaften Apps um 40 Prozent zwischen der ersten und zweiten Jahreshälfte 2011.Darüber hinaus habe man laut Lockheimer aus den Schwachstellen der Desktop-Rechner gelernt. Android sei auf Angriffe durch “verseuchte” Apps vorbereitet, unter anderem durch: 
  • Sandboxing: The Android platform uses a technique called “sandboxing” to put virtual walls between applications and other software on the device. So, if you download a malicious application, it can’t access data on other parts of your phone and its potential harm is drastically limited.
  • Permissions: Android provides a permission system to help you understand the capabilities of the apps you install, and manage your own preferences. That way, if you see a game unnecessarily requests permission to send SMS, for example, you don’t need to install it.
  • Malware removal: Android is designed to prevent malware from modifying the platform or hiding from you, so it can be easily removed if your device is affected. Android Market also has the capability of remotely removing malware from your phone or tablet, if required.
Technisch könnte Bouncer auch gegen Apps vorgehen, die im strengen Sinne keine Malware in sich tragen. Das könnte Apps mit aggressivem Werbeverhaltenoder dem ungewollten Versand von Premium-SMS sein. Eine Google-Sprecherin sagte ZDnet dazu: “Wir suchen nach vielen Dingen, das gehört eventuell dazu.” 

Samsung: Gerichtsentscheid zu Tablets und Prüfung der EU-Kommission

Samsung-Galaxy-Tab10.1Die beiden Tablets Galaxy 10.1 und 8.9 von Samsung dürfen auch weiterhin nicht in Deutschland vertrieben werden. Das entschied gestern ein Richter am Oberlandesgericht in Düsseldorf. Mit den Tablets ahme der koreanische Hersteller in unlauterer Weise das iPad von Apple nach. Samsung nutzte „das herausragende Ansehen und den Prestigewert“ des Apple-Geräts aus, befand das Düsseldorfer Gericht.

Das Galaxy Tab 10.1 N ist nicht von der Entscheidung betroffen. Diese Modell hatte Samsung nach dem ersten Vertriebsverbot speziell für Deutschland auf den Markt gebracht. Das Düsseldorfer Landgericht wird in Sachen dieses Tablets am 9. Februar 2012 in erster Instanz eine Entscheidung verkünden.

Ärger droht für Samsung auch aus Brüssel. Die EU-Wettbewerbsbehörde hat eine Prüfung wegen verbotener Geschäftspraktiken eingeleitet. Der Verdacht: Das Unternehmen habe seine Patentrechte auf dem europäischen Mobiltelefonmarkt missbraucht, um Konkurrenten zu behindern.

Hintergrund: Samsung hatte dem Europäischen Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI) 1998 zugesagt, anderen Unternehmen die Nutzung seiner Patente für europäische Handystandards zu fairen und nicht diskriminierenden Bedingungen zu erlauben. Dabei geht es unter anderem um die dritte Mobilfunkgeneration UMTS. Im vergangenen Jahr beantragte Samsung jedoch einstweilige Anordnungen wegen Patentverletzungen mehrerer Wettbewerber. Die EU-Kommission prüft nun, ob Samsung damit sein Versprechen gebrochen und seine marktbeherrschende Stellung missbraucht hat. Falls dies der Fall ist, droht dem Unternehmen eine Geldbuße.

Das Android Fan-Forum ist eröffnet

Natürlich kann man unter jedem Beitrag hier auf der Seite einen Kommentar hinterlassen. Doch für drängende Fragen und nützliche Tipps ist das nicht der beste Ort. Das spätere Auffinden ist für Leser nicht so einfach. Darum hat sich die Redaktion von Android-Fan.de für ein Forum entschieden. Hier kann jeder seine Fragen loswerden und Wissende geben darauf Antworten.

Um noch schneller nützliche Antworten zu finden, kann man jedes Thema mit einem Klick zu seinem Favoriten machen. Je mehr Stimmen ein Thema hat, umso nützlicher dürfte es für alle Suchenden sein. So sieht man bereits in der Foren-Übersicht, wo es sich lohnt, hinzuschauen.

Wir starten mit den Rubriken Android-Versionen, Apps, Mobilfunk- und Datentarife, Smartphones, Tablets. Vorschläge für weitere Rubriken sind willkommen.

Wer mitreden mag, registriert sich einfach einmalig auf der Startseite in der Seitenleiste mit Benutzernamen und Mailadresse – das war´s schon. Das Passwort kommt per Mail. Noch geht es recht beschaulich zu im Forum, aber es ist an Euch das zu ändern: Stellt Fragen und gebt Anregungen für lebhafte Diskussionen.

Apple klagt gegen das Design weiterer Samsung-Geräte

Auf zur nächsten Runde: Apple klagt gegen weitere Samsung-Geräte vor dem Landgericht Düsseldorf. Für insgesamt zehn Smartphone-Modelle, darunter das Galaxy S Plus und das S II reicht, möchte Apple ein Vertriebsverbot erreichen. Hinzu kommen noch fünf Tablet-Modelle, die angeblich ebenfalls Schutzrechte in Sachen Apple-Design verletzten.

Apple dürfte die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt für diese Auseinandersetzung gewählt haben, weil sie hier bereits im vergangenen Herbst einen Erfolg bei den Richtern verbuchen konnten. Das Landgericht verhängte ein nationales Vertriebsverbot gegen das Samsung Tablets 10.1 N. Eine weitere Entscheidung in dieser Angelegenheit wird vom Landgericht am 9. Februar 2012 erwartet.

Anfang Dezember lehnte ein australisches Gericht den Antrag von Apple auf ein Samsung-Vertriebsverbot in dem Land ab. Beide Unternehmen haben weitere Patent- und Geschmacksmuster-Klagen in mehreren europäischen Ländern laufen.

Mit dem Rauchen aufhören

Das gehört wohl zu den Top 3 der guten Vorsätze am Jahresanfang. Und nach ein paar Tagen brennt der Glimmstengel wieder. Die kostenlose  App StopSmoking will dem vorbeugen.

Das Motto ist Motivation: Zum einen kann man erfassen, wann man mit dem Rauchen aufgehört hat und wie viel man vorher so gequarzt hat (zum Beispiel 10 Kippen am Tag). StopSmoking berechnet dann, wie viel Geld seit dem gespart wurde. Und Geld ist ja auch eine Motivation (neben längerem Leben, gesünderer Luft usw.)

Und im “Notfall” kann man die App befragen, was zu tun ist, wenn man ganz dringend eine Zigarette braucht. Die App liefert dann Hinweise, die auch in groß auf der Packung zu lesen wären.

Ob das Entwöhnen mit einer App funktioniert? Keine Ahnung, bin Nichtraucher :-) Postet doch Eure Meinung dazu.

Ein Streifzug durch die Welt der Custom-ROMs

Wie letzte Woche angekündigt, hier mal ein Streifzug durch die Welt der Custom-ROMs.
Wer es nicht kennt: mit einem Custom-ROM kann man das ursprüngliche Android-System durch ein modifiziertes ersetzen.
Das modifizierte kann eventuell mehr oder andere Funktionen haben (oder einfach nicht gebranded sein).
Oder aber man spielt eine höhere Android-Version auf, zum Beispiel Android 4.0 auf das auch die Besitzer ganz neuer Geräte teilweise noch Monate warten müssen.

In diversen Foren tauchen seit dem offiziellen Release von Android 4.0 entsprechende Custom-ROMs auf.
Vorab der Hinweis: ein Custom-ROM löscht alles, was auf dem Gerät drauf ist.
Also alle persönlichen Daten vorher sichern! Und am besten auch eine Kopie des ursprünglichen Systems ziehen, falls beim Aufspielen des neuen etwas schief geht.
Mit dem Aufspielen eines Custom-ROMs erlischt außerdem die Garantie des Geräts. Sollte man es gar nicht mehr selber zum Laufen kriegen, kann man dann nur noch auf die Kulanz des Herstellers hoffen.
Generell empfiehlt sich das Ganze nur, wenn man ein bisschen Kenntnisse von Linux und eine kleine Portion Mut hat.
Dann kann aber eigentlich nichts mehr schief gehen. ;-)

Let’s Go:

  • Nexus One

Google hat mehrfach verneint, dass Android 4.0 auf dem 2010er Flagschiff läuft. Jedenfalls wird es kein offizielles Update geben.
Kein Problem. Dieses scheint erstaunlich stabil zu sein.

  • Samsung Galaxy S

Das Galaxy S und das Nexus One sind quasi baugleich. Und wenn das Nexus S etwas kann, warum sollte es das Galaxy S dann nicht auch können.
Hier gibt es ein Custom-ROM für das Galaxy S.

  • Samsung Galaxy SII

Streng genommen kein Custom-ROM, denn im Netz ist die Samsung-Version von Android 4.0 aufgetaucht.

wird fortgesetzt…

Android 4.0 – ein erster Erfahrungsbericht – Teil 5

Heute zum Abschluss noch zwei nette Funktionen:

  • Android 4 hat den Datenverbrauch richtig gut im Blick: in den Einstellungen gibt als einen der ersten Einträge diesen Punkt.
    Hier kann man einstellen, wie hoch das monatliche Inklusivvolumen in seinem Vertrag ist (trotz so-called Flatrates wird ja fast überall irgendwann die Geschwindigkeit gedrosselt). Android warnt , wenn das Limit erreicht ist. Auf Wunsch wird die Datennutzung dann auch komplett abgeschaltet. Das kann sinnvoll sein, wenn man für mehr Datenvolumen wirklich bezahlen muss.
    Wenn man dann auf dem Bildschirm runterscrollt, kommt außerdem eine genaue Auflistung, welche App oder welcher Systemdienst wie viel Verkehr produziert hat.
    Android weist selbst darauf hin, dass seine eigene Zählung von der des Mobilnetzbetreibers abweichen kann. Ein praktischer Anhaltspunkt ist es alle mal!

 

  • Bislang konnte man auf einem Android-Gerät nicht einfach so einen Screenshot machen. Da hatten es die Apple-Nutzer einfacher.
    Wenn man jetzt auf dem Nexus S die Lautstärke-leiser-Taste und die Power-Taste gleichzeitig für ca. 1-2 Sekunden gedrückt hält, bis das Auslöse-Geräusch der Kamera ertönt, hat man einen Screenshot. Dieser wird in der Galerie im Ordner Screenshots abgelegt.
    So ist es jetzt wesentlich einfacher, anderen zu zeigen, was das Android-Gerät anzeigt, zum Beispiel Fehlermeldungen.