Hände frei beim Telefonieren und die Sonne sorgt für Strom

Die Bluetooth-Freisprecheinrichtung BBS020 von BeeWiDie BeeWi BBS020 ist eine praktische Bluetooth-Freisprecheinrichtung für das Auto aber auch Daheim oder im Büro. Das kleine, schwarze Kästchen (100 x 48 x 8 mm) kommt in eine Halterung mit zwei Saugnäpfen. So drückt man die BBS 020 an die Front- oder Fensterscheibe – fertig, schon wird telefoniert, ohne dass Smartphone in der Hand halten zu müssen.

Ein Digital Sound Processor sorgt für Echounterdrückung und Rauschminderung im Auto. Den größten Teil des Geräts nimmt der 1 Watt-Lautsprecher ein. Vollduplex sorgt für gute Verständigung, auch wenn beide Gesprächspartner zeitgleich reden. Daneben ist ein einziger Knopf mit einem Hörer-Symbol. Damit wird alles gesteuert und per Rot-/Blau-LED angzeigt: An, Aus, Annehmen, Auflegen, Bluetooth-Paarungsmodus, Batteriezustand.

Auf der Oberseite ist noch ein Wippe für die Lautstärke und an der Seite ein Mikro-USB-Eingang. Per Kabel und Adapter für den Zigarettenanzünder kann man die 340 mAH Li-Polymer-Batterie aufladen, falls der Wagen zu lange in einer dunklen Garage stand. Ansonsten übernimmt die Sonne diese Aufgabe. Auf der Rückseite ist ein Solarmodul. Das benötigt rund neun Stunden für eine vollständige Ladung. UV-Filter im Glas können die Zeit verlängern. Eine Batterieladung hält für rund fünf Gesprächsstunden.

Gleich zwei Handys oder Smartphones können zur gleichen Zeit an der BBS 020 angemeldet sein. Das 42 Gramm leichte Gerät verwendet Bluetooth 2.1+EDR mit den Profilen HSP – HFP 1.5. Die Solar-Freisprecheinrichtung kostet bei Amazon rund 41 Euro.

Google startet mit seinem Wolkenspeicher Drive

Sämtliche Dateien für Desktop-Rechner, Tablets und Smartphones im Google Drive speichern (c) GoogleEndlich – Google startet mit seinem Cloud-Speicher unter dem Namen Drive samt einem Logo, das dem der Commerzbank erstaunlich ähnlich sieht. Auf der deutschsprachigen Seiten kann man sich für die Nutzung anmelden, braucht aber noch etwas Geduld. Beim Testlauf erhielt ich noch keinen Zugang, sondern werde benachrichtigt, wenn der Speicherplatz (5 GB) für mich freigeschaltet wird.

Im kostenlosen Konto sind neben den 5 Gigabyte für Dokumente auch 10 GB für Google-Mails und 1 GB für Picasa-Webalben enthalten. Wer mehr Speicherplatz benötigt, kann für 2,49 Dollar pro Monat 25 GB und für 4,99 Dollar 100 GB haben.

Der Drive ist Speicherplatz für Google Text & Tabellen (Google Docs), Fotos bei Picasa, erworbene Apps, eBooks und Medien aus dem Play Store sowie eigenen Dateien, also Texten, Tabellen, Präsentationen etc.

In den USA hat Google mit Music bereits einen Cloud-Speicher für Lieder aktiv. Das Unternehmen betreibt weltweit diverse Rechenzentren mit unglaublicher Speicherleistung. Google-Mail, Texte & Tabellen, Picasa, der Kalender, Anwendungen auf dem Chrome Book – eigentlich alles bei Google – sind Cloud-Anwendung. Umso erstaunlicher, dass der Suchriese erst mal alle anderen in Sachen Cloud-Speicher hat vorpreschen lassen.

Ein Datenspeicher in den Wolken ist inzwischen weit verbreitet: Dropbox (2 GB) und Box (5 GB) sind originäre Speicheranbieter. Microsoft bietet den Skydrive (25 GB) und die Deutsche Telekom das Mediencenter (25 GB). Apple nennt sein Angebot iCloud (5 GB), in dem Dokumente aber auch die Einstellungen und App-Daten aus iPhone und iPad gesichert werden. Beim Google Drive fehlen noch die Apps für iPhone und iPad, sind allerdings geplant.


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Alte Schreibmaschine als USB-Tastatur für Tablets

Eine Royal Aristocrat von 1945 als iPad-TastaturEin Tablet-PC mit Softtastatur auf dem Bildschirm ist schon klasse, aber gewöhnungsbedürftig für Menschen, die mit Tastaturen groß geworden sind.

Wer für längere Texte seine alte, feste Tastatur vermisst, kann mit den USB Typewritern gleich zwei Schritte zurück machen – zur klassischen Schreibmaschine.

Im Bild ist eine Royal Aristocrat von 1945 zu sehen. Unter der Tastenmechanik befindet sich ein Sensor, der die Befehle in elektrische Impulse umwandelt und per USB-Abschluss an das Tablet überträgt.

An die Schreibmaschine lassen sich (mit Adapter) beispielsweise ein Sony Tablet S, Nokia N810 / N900, Motorola Xoom, Archos G9, Lenovo ThinkPad, Samsung Galaxy S II und weitere Modelle anschließen. Verkauft werden die Schreibmaschinen über Etsy, dem amerikanischen Dawanda. Das gezeigte Modell kostet umgerechnet stolze 615 Euro plus 74 Euro Versand nach Deutschland.

Wer mag, kann bei dem Anbieter auch ein Do-it-yourself-Kit bestellen und so seine eigene alte Schreibmaschine zur externen Computertastatur machen. Auch Funktionen wie Esc und Ctrl lassen sich auf der Schreibmaschinen-Tastatur belegen. Übrigens: Sind Farbband und Papier eingelegt, erhält man von seinem Text noch eine Hard-Copy.

Android-Menü-Tasten für ein iPhone

Android-Tasten-Adapter für das iPhone von GetDigital.deWer von einem Android-Smartphone zu Apple iPhone wechseln sollte, wird die vier Menü-Tasten vermissen. Unterhalb des Displays sind immer Tasten für die Funktionen: Zurück, Menü, Home und Suchen vorhanden.

Jetzt gibt es für Umsteiger ein praktisches iPhone-Zubehör. Einfach den Zusatz auf den Dock-Connector stecken und die Tasten erfüllen ihren Zweck. Den Key Adapter gibt es bei GetDigital für 19,95 Euro.

AirPlay-Lautsprecher mit einem Smartphone nutzen – der iTeufel Air

iTeufel Air Lautsprecher mit AirPlay-FunktionDas i im Namen des LautsprechersiTeufel Air verrät zwar deutlich, dass die Nutzung in erster Linie für Geräte mit einem angebissenen Apfel gedacht ist. Doch mit den Apps DoubleTwist und AirSync schicken theoretisch auch Android-Nutzer per Airplay kabellos Töne an die Box. Leider wollte das in der Praxis mit einem HTC Sensation nicht klappen. Also wich ich auf Apple-Geräte aus. Doch auch mit denen kam es im Test wiederholt zu Verbindungsabbrüchen. Ob das an meinem WLAN-Netz lag, war nicht auszumachen, auch nicht mithilfe von Teufel. Erst hatte ein iPhone 4S mit iOS 5.0.1 Probleme, jedes Lied brach nach 30 Sekunden Wiedergabe ab. Das Update auf iOS 5.1 löste das Problem. Allerdings verhielt sich ein iPhone 4 genau umgekehrt, hier brach mit iOS 5.1 regelmäßig die Wiedergabe ab. Lediglich ein iPad (1) mit iOS 5.1 und ein MacBook Pro zeigten keine Aussetzer. Womit man bei allen Geräten leben muss: AirPlay braucht einige Sekunden, bis es das Signal von der Quelle an die Box übergibt.

Das 2.1 Sound-System des renommierten Berliner Lautsprecherherstellers kommt im Lounge-Look daher: weiße Schale, schwarzer Stoffbezug und silberner Fuß. Außer dem Stromkabel auf der Rückseite stört nichts das Design-Bild. Das System ist für mehrere Räume ausgelegt, so kann man in der Küche andere Musik laufen lassen als im Wohnzimmer. Doch mit Blick auf den Preis von rund 500 Euro ist die Anschaffung mehrerer Lautsprecher ein teurer Spaß.

Die iTeufel Air Rückseite mit 3,5 mm Audioeingang und StromanschlussDie iTeufel Air wird über einen Browser-Zugang im heimischen WLAN (802.11b/g) mit Wunschnamen eingebunden. So finden alle Geräte, die AirPlay-fähig sind und ebenfalls im Netz funken, die Abspielstation. Der Klang ist, wie bei Teufel zu erwarten, sehr gut – aber eben auch nicht überragend. Der Lautsprecher verfügt über zwei Hochtöner, zwei Mitteltöner und einen Tieftöner mit einer maximalen Leistungsaufnahme von 100 Watt. Bei Ausmaßen von 43,5 x 27 x 17,5 cm bringt es der iTeufel auf ein Volumen von sechs Litern. Das Ganze wiegt 5,7 Kilogramm. Sämtliche eingehenden Signale werden digitale verarbeitet (DSP).

Die Lautstärkeregelung am iPhone oder iPad teilt das Schicksal aller elektronischen Steuerungen: Es ist entweder zu laut oder zu leise, die perfekte Lautstärke erwischt man bei diesen Geräten eigentlich nie, um sich dabei noch vernünftig unterhalten zu können. Wird der Lautsprecher nicht benutzt, schaltet er sich automatisch in den Standby-Modus (0,5 Watt), so dass der iTeufel gut oben auf dem Schrank stehen kann, wo man nicht hinkommt. Auf der Oberseite befinden sich drei Knöpfe für An/Aus, lauter und leiser. Diese Lautstärkeregelung muss man allerdings erst in den iTunes-Einstellungen aktivieren. Auf der Rückseite befindet sich noch ein Audioeingang (3,5 mm Klinke) für einen externes Abspielgerät. Eine LED-Leuchte auf der Vorderseite unter dem schwarzen Stoff signalisiert den aktuellen Betriebszustand des Lautsprechers.

Ein schöner Hingucker im Wohnzimmer - iTeufel AirOptisch und akustisch spielt der iTeufel Air in einer Liga mit dem Zeppelin von Bowers & Wilkins und der Play: 3 von Sonos. Direkt neben das Sofa sollte man die Box jedoch nicht stellen, denn dann sieht man, dass der silberne Fuß nicht aus Metall sondern aus Plastik ist. Auch das weiße Plastik der Hülle wird nicht jedermanns Sache sein, vor allem, wenn man gerade 500 Euro für das Audio-System ausgegeben hat.

Es kann immer nur ein Wiedergabegerät Signale an iTeufel Air senden, für alle anderen Geräte ist die Box in diesem Moment unerreichbar. Sobald die Wiedergabe stoppt, ist der kleine Teufel jedoch bereit für eine andere Audioquelle.

Meine Wertung
{Rating} von 5 Droids

Preis: 500,00 Euro, Größe: 0,0 MB

Ein Buch voller Geheimnisse

Androird Smartphone GeheinmisseMit Worten wie “Schmutzige Tricks” oder “Geheimnisse” im Titel von Technikbüchern habe ich so meine Schwierigkeiten. Legt es doch den Verdacht nah, der Verlag nimmt den Leser nicht ganz ernst. Wären die Tricks wirklich schmutzig oder geheim, dann würde der Hersteller des jeweiligen Geräts oder Software bestimmt nicht wollen, dass der Nutzer sie findet. Dabei geht es in den Büchern doch um nützliche, sinnvoll, vereinfachende Tipps für die Verwendung eines Geräts oder einer Software.

Autor Patrick Hollecker liefert in seinem Buch “Android Smartphone Geheimnisse” auf 384 Seiten nützliche Anleitungen für Android-Einsteiger: wie importiert man Outlook-Kontakte, vom Smartphone direkt auf den PC zugreifen, das Smartphone als hilfreicher Reisebegleiter, den Play-Market voll ausnutzen, Mediennutzung, die Oberfläche anpassen und, und, und. Hier entdeckt jeder noch eine praktische Funktion oder eine nützliche App.

Natürlich kämpft das Buch mit der Schwierigkeit, das fast jeder Smartphone-Hersteller noch eine eigene Benutzeroberfläche über Android legt, so dass es bei HTC etwas anders aussehen kann als bei Samsung oder Motorola. Dennoch ist das Buch hilfreich für jeden, der sich nicht mühsam durch Menüs und den Appstore klicken will. Hiermit kommt man schneller zum Ziel.

Einziges echtes Manko: Die Innenseiten sind in Schwarz/Weiß gedruckt, dadurch verlieren die vielen Screenshots ihre Wirkung, schließlich ist Farbe in Navigation und Menüführung eine wichtige Information auf den Displays. Das Anwender-Buch gibt es für 24,95 Euro im Buchhandel, direkt bei Data Becker oder bei Amazon.

Drucken direkt vom Smartphone oder Tablet

Kodak Hero 7.1Nach 131 Jahren meldete Eastman Kodak im Januar 2012 Insolvenz an. Der amerikanische Foto-Pionier gibt das Geschäft mit Kameras und Fotopapier auf. Jetzt sollen Drucker das Überleben des Traditionskonzerns sichern.

Bei mir im Büro tat in den vergangenen Wochen der Kodak Hero 7.1 (UVP 200 Euro) seinen Dienst. Das heldenhafte Multifunktionsgerät kann kabellos drucken, scannen und kopieren. Der Faxversand ist erst ab Modell 9.1 möglich.

Ganz ohne Kabel
Falls man nicht direkt neben dem Drucker steht und auch keine Kabelverbindung hat, bestehen zwei Möglichkeiten für Ausdrucke: Das sind Google Cloud Print sowie der Kodak-eigene Email Druckservice. Bei letzterem schickt man eine Mail mit dem zu druckenden Inhalt bzw. einem Anhang (Word-Datei, Excel-Tabelle, PDF etc.) an die vorgegebene Mailadresse. Bei der Rückkehr ins (Heim-)Büro liegt der Ausdruck fertig im Schacht. So kann man auch bei Freunden und Bekannten direkt vom Smartphone,Tablet-PC oder Laptop ausdrucken, wenn diese einem die Mailadresse anvertrauen. Beim Google-Wolkendruck startet man den Befehl im Dienst Text & Tabellen (im englischsprachigen Raum Google Docs genant) und wählt zwischen den eingerichteten Druckern. Wer ein Android-Smartphone nutzt, kann Word- und Excel-Dateien, PDF-Dokumente und Bilder direkt aus der App Kodak Document Print an den Hero 7.1 senden. Die App ermöglicht auch einen Zugriff auf Dateien in der Dropbox oder bei Google Text & Tabellen.

Praktisch: Ein Papierfach für Normal- und Fotopapier im Hero 7.1. von KodakDie erstmalige Einrichtung des Hero 7.1 war erstaunlich einfach. Auf dem schwenkbaren Touchscreen habe ich den Rechner im WLAN-Netz meines Raumschiffs angemeldet und den Drucker in den Systemeinstellungen meines MacBooks hinzugefügt. Fertig – es liegt natürlich eine CD mit Druckertreibern für Windows und Mac bei. Nach wenigen Minuten konnte ich kabellos vom Laptop Druckaufträge verschicken aber auch Dokumente scannen.

Der Multifunktionsdrucker hat keinen Dokumenten-Einzug, zum Kopieren oder Scannen legt man die Blätter einzeln auf die Glasplatte unter dem Deckel. An der Qualität der Scans als auch der Ausdrucke ist für einen Tintenstrahldrucker nichts auszusetzen. Das Tempo ist auch ok, wobei nach Herstellerangabe die Druckgeschwindigkeit im Vergleich zu älteren Modellen um durchschnittlich 40 Prozent gesteigert wurde.

Fotos zu Papier bringen
Praktisch ist der Fotodruck, zumal man neben Normalpapier auch Fotopapier (10 x 15 cm) in die Papierkassette einlegen kann und sich so den Papierwechsel erspart. Laut Hersteller kostet ein Farbfoto auf entsprechendem Papier rund 19 Cent. Fotos werden von Speicherkarten, der Kamera per PictBridge oder dem Rechner ausgedruckt. Eine nette Spielerei ist der 3D-Fotodruck. Dazu benötigt man neben der Kodak Home Center Software zwei Fotos eines Motivs (mit ca. 75 mm Versatz aufgenommen). Mit der beiliegenden Rot-Blau-Brille betrachtet, wirkt das Motiv im Ausdruck dreidimensional.

Für Smartphone-Nutzer bietet der Hersteller zum Fotodruck die kostenlose App Kodak Pic Flick an. Im Test stürzte die App einige Mal ab. Wählt man mehrere Bilder zum Druck aus, bekommt man keine vollformatige Ansicht. Die verkleinerten Ansichten der Bilder sind aber viel zu klein, um eine Auswahl zu treffen – zumal wenn sich Motive ähneln. Ausdrucke im Querformat kamen einwandfrei auf dem 10 x 15 Fotopapier heraus, im Hochformat wolle es nicht partout nicht hinhauen – die Bilder hatten einen weißen Rand links und rechts. Laut Hersteller liegen die Kosten für ein farbiges Bild auf Fotopapier bei 19 Cent (10 x 15 cm).

Praktischen Zusatznutzen mögen die Druckvorlagen liefen. So kann man sich Noten- und Millimeterpapier, To-Do- ud Einkaufslisten ausdrucken. Wer im grauen Drucker-Einerlei etwas Abwechslung sucht, findet mit dem schwarzen Hero 7.1 eine solide All-In-One-Lösung mit wenig Ecken und Kanten.

Die Druckerdaten

Druckgeschwind.
Seiten in S/W
8,5
Druckgeschwind.
Seiten in Farbe
5,5
Druckauflösung9.600 dpi
Tintenpatronen1 S/W
1 als Farbkombipack der Kodak 10er Serie
Druck-
funktionen
Duplex, 3D-Druck, Drucken vom Video,
Druckvorlagen
Papier-
kapazität
100 Blatt DIN-A4
zusätzlich 40 Fotopapiere in 10 x 15cm
Bildschirm3,5 Zoll Touchscreen
Kopieren25 Seiten/min
Scannen2.400 dpi
AnschlüsseUSB, Ethernet, WLAN, Cloud-Print,
Speicherkarten: MS, MMS, SD/HC, USB PictBridge
Maße
Gewicht
445 x 432 x 190 mm
7,5 kg (mit Tinte und Papier)

Meine Wertung
{Rating} von 5 Droids

Preis: 160,00 Euro, Größe: 0,0 MB

Den Medienserver mit einer App steuern

Alle Medien an einer Stelle. Eigentlich ist ein Medienserver der Traum eines jeden Digital-Nomaden: Fotos, Filme und Musik fliegen nicht mehr verstreut auf Rechner, Tablet, Smartphone und Kamera, sondern zentral auf einer Festplatte im Wohnzimmer. Außerdem hat man Zugriff auf Online-Dienste wie Picasa und YouTube. Soweit die Theorie.

[qr]com.sitecom.MediaRemote[/qr]Ausprobiert habe ich das mit dem Media Player MD 272 des niederländischen Herstellers Sitecom mit einer zwei Terabyte großen Festplatte. Die kleine (23 x 15 x 6 cm) aber schwere Kiste (immerhin 1,5 kg) passt im Salon perfekt unter den Fernseher. Dafür ist die kompakte Fernbedienung mit 27 Knöpfen eine Beleidigung für das Ästheten-Auge. Wer ein Smartphone sein Eigen nennt, sollte auf die kostenlose Fernbedienungs-App aMedia Remote ausweichen, deren Benutzeroberfläche ist zwar genauso unübersichtlich und häßlich, aber die liegt nicht dauerhaft im Wohnzimmer herum. Überhaupt, wer eine Vorliebe für gut und innovativ gestaltete Benutzeroberflächen hat, muss bei Sitecom tapfer sein.

Anschlüsse
Dafür ist der glänzende schwarze Kasten ein Anschlußwunder: Für einen Monitor oder Fernseher gibt es einen HDMI- (1.3a), einen Komponenten- (YPbPR) und einen Composite-Ausgang samt Audioanschluss. Digitaler Ton kann per optischem (S/PDIF) oder koaxialem (Chinch) Ausgang an eine Surround-Anlage übertragen werden. Hinein kommen die Daten per Netzwerk bzw. Internet über den Ethernet-Anschluss oder mit einem USB-WLAN-Stick (nicht mit dabei) an einem der beiden USB-Anschlüsse. Daran kann man natürlich auch externe Festplatten oder DLNA-fähige Medienserver anschließen. Der MD 272 stellt automatisch Verbindungen zu anderen UPnP-fähigen AV-Geräten im Netzwerk her. Oder man kopiert Daten vom Rechner mit einem USB-Kabel, wobei der Stecker Typ B in den Media Player kommt, Sitecom nennt das PC-Link. Einen Schacht für Foto-Speicherkarten gibt es nicht.
Formate
In Sachen Formaten verarbeitet das Gerät bei Filmen Mpeg 1, 2 & 4 (ASP, AVC HD/H264), WMV9, VC-1, MKV, AVI, DivX, VOB/ISO/IFO, DVR-MS, ASF, MOV und DAT; bei Musik MP 2 + 3, WAV/PCM/LPCM, AAC (Mpeg 4), AC3 (Dolby), FLAC, WMA, WMA Pro und OGG sowie bei Fotos GIF, BMP, JPEG, TIF/TIFF und PNG. Da bleiben wenig Wünsche übrig. Im Test war die Filmwiedergabe einwandfrei, der Media Player gibt die volle HD-Auflösung (1080p) wieder. Bei einer Unterbrechung (Pause) merkt sich die Software die Wiedergabeposition im Film. Über einen Info-Knopf kann man Bildauflösung und Tonqualität der Datei anzeigen lassen. Falls der Film nicht formatfüllend ist, vergrößert man mit der Lupentaste die Ansicht. Beim Vorspulen springt man in Temposchritten bis zu 32x weiter.

Filmwiedergabe
Per Ethernet-Verbindung konnte ich im Netzwerk direkt Film-Dateien von einem Rechner auf den Medienserver schieben. Woran es lag, war nicht festzustellen, aber die Übertragungsgeschwindigkeit fiel dabei eher unterdurchschnittlich aus. Noch größer war die Enttäuschung nach dem Einschalten des Media Players. Da geht es gar nicht um die 80er-Jahre-Gestaltung der Benutzeroberfläche und des Menüs, sondern um die Filme. Obwohl die “Autoerkennung” der Inhalte aktiviert war, musste ich einen manuellen Suchlauf starten, damit alle neuen Filme und Bilddateien erkannt wurden. Danach wurden die Filme zwar mit dem Dateinamen aber ohne Vorschaubild angezeigt. Es gibt nur eine Platzhaltergrafik für Videos. Wer ein Vorschaubild zum Film möchte, muss zusätzlich ein Foto (.jpg) in den Ordner legen.

Webdienste
Neben Musik, Fotos und Filmen hat man mit dem Media Player auch Zugriff auf Online-Inhalte. Dazu zählen die Bilderdienste Google Picasa und flickr. Man kann Videos bei YouTube und Mediafly anschauen und Internetradio via vTuner anhören. Sogar auf Webseiten wie Facebook, BBC, ESPN und Yelp hat man Zugriff, wobei ein Login ohne Tastatur eine Herausforderung ist. Von Sitecom gibt es noch eine zweite App: aMedia Control erkennt DLNA-fähige Geräte im Netzwerk, so wurde der Medienserver meiner Fritz-Box sofort erkannt. Mit der App hat man Zugriff auf die dortigen Inhalte.


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Meine Wertung
{Rating} von 5 Droids

Preis: 230,00 Euro, Größe: 0,0 MB