Google fordert 2,25 Prozent Patentgebühr für jedes iPhone

Google fordert bei Nutzung eines seiner Patente, die vor allem durch die Motorola-Übernahme in Haus kommen dürften, 2,25 Prozent vom Nettoverkaufspreis. Diese Forderung der Android-Eigentümer dürfte vor allem in Richtung Apple gehen.

Aber der Reihe nach: Heute wies das Landgericht Mannheim ein Klage von Motorola gegen Apple ab. Die verwendete Technik im iPhone verletze kein Motorola-Patent. Die beiden ersten Runden hatte noch Motorola gewonnen, was unter anderm zu einem kurzzeitigen Verkaufsverbot älterer iPhone-Modelle geführt hatte. Doch bei der Vielzahl der weltweit anhängigen Klagen blickt keiner mehr durch: Apple verklagt Samsung, Motorola verklagt Apple, Nokia, Microsoft und HTC klagen munter mit.

Im Hintergrund zieht Google die Strippen. Schließlich will das Unternehmen die Mobilfunksparte von Motorola samt ihrer Patente übernehmen. Laut Wall Street Journal werde das US-Justizministerium keine Einwände gegen die Übernahme von Motorola Mobility erheben.

Streitpunkt fast aller Klagen sind Standardtechniken im Mobilfunk, die per Patente geschützt sind (Standard Essential Patents). Jeder Hersteller von mobilen Geräten nutzt WLAN, LTE, UMTS, GPRS, EDGE oder auch Videoformate wie H.264. Damit berührt er mit Sicherheit eins oder mehrere Patent(e) eines Wettbewerbers, das lässt sich nicht umgehen. Nun ist die Branche um eine interne Einigung bemüht, so dass nicht bei jedem neuen Gerät eine einstweilige Verfügung samt Vertriebsverbot bei Gericht beantragt wird. Apple hat sich im November vergangenen Jahres dazu per Brief an das europäische Standardisierungsgremium für Telekommunikation ETSI gewand. Standardtechniken sollten unter der FRAND-Regel (Fair, Reasonable, Non-Discriminatory) allen Marktteilnehmern zur Verfügung stehen.

Der Knackpunkt: Was ist eine fairer Preis für die Techniknutzung? Apple, mit eher hochpreisigen Produkten im Markt, möchte den Durchschnittspreis eines Handys mit Datenfunktion als Grundlage nehmen. Google hat sich dazu in einem Brief an das Insitute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) aus der Deckung gewagt: Man werde für die Soft- und Hardware-Patente von Motorola (wenn übernommen) bis zu 2,25 Prozent des Nettoverkaufspreises für jedes verkaufte Geräte in Rechnung stellen. Patent-Experte Florian Müller hält diesen Betrag für übertrieben. Wobei: Samsung fordert derzeit in einer Klage 2,4 Prozent von Apple.

Aus dem Google-Schreiben wird nicht ganz deutlich, ob der Betrag einmalig oder für jede geschützt Technologie anfällt – also bei Verwendung von UMTS und H.264 wird zwei Mal kassiert. Schön ist auch Müllers Gedankenspiel, dass dann ein Autobauer, der H.264 für die Wiedergabe von Videos in seinem Fahrzeug verwendet, 2,25 Prozent des Netto-Neuwagenpreises an Google abführen müsste. Da kann man gleich mit weiteren Klagen rechnen, denn an den FRAND-Regeln ist die Autoindustire nicht beteiligt. Funkttechniken werden aber in immer mehr Alltagsprodukten integriert. Es dürfte also nicht langweilig werden – wenn man Patentanwalt ist.

Neuer RIM-Chef erteilt Android eine Absage

Thorsten Heins, neuer President und CEO von Research in Motion (RIM), bekannt für den Taschenrechner mit Telefonfunktion, auch Blackberry genannt, erteilt Android eine Absage.

Dies wäre eine gute Möglichkeit für das kanadische Unternehmen, den Massenmarkt anzupeilen. Zumal mit dem Blackberry 10 OS erst Ende 2012 gerechnet wird. Die Vermutung auf Android umzusteigen, war nicht abwegig. Stephen Elop, ehemaliger Microsoft Manager, heute Chef von Nokia hat das eigene Betriebssystem schnell zugunsten von Windows Phone 7 aufgegeben. Doch Heins verweist auf den Erfolg “der anderen Obst-Firma”, die ebenfalls volle Kontrolle über Hard- und Software hat.

Heins Start als neuer Firmenchef verlief glanzlos. Der Aktienkurs von RIM gab nach und auch die amerikanische Presse ist nicht gerade voll des Lobes. In seiner Antrittsrede lies er neue Impulse und Pläne vermissen. Der Tenor: Weiter so, etwas mehr Marketing wird es schon richten.

Heins kam 2007 zu RIM. Studiert hat er in Hannover und begann seine Ingenieurs-Karriere bei Siemens, wo er bis zum Chef der Mobilfunksparte aufstieg, die dann an BenQ verschenkt wurde.


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Android 4 ist noch selten – viele Updates angekündigt

Wie Google vermeldet, ist die neueste Android-Version 4.0 bisher noch kaum auf einem Gerät: Erst knapp ein Prozent alle Android-Smartphones sind Up-To-Date.

Woran liegt`s? Nun, es gibt erst ein Gerät zu kaufen, auf dem Android 4.0 vorinstalliert ist. Das ist Googles Referenzmodell Galaxy Nexus (Hersteller Samsung).
Und auch auf das letzte Referenzmodell, dem Nexus S (auch Samsung) kann man Ice Cream Sandwich (Googles Codename für 4.0) über das Firmwareupdate aufspielen.

Ansonsten Flaute. Google hat den Herstellern wohl ein paar mehr Regeln mit auf den Weg gegeben, was sie bei der Anpassung zu beachten haben-
So ist unter anderem ein Standarddesign einzuhalten. Gerade für Hersteller wie HTC und Samsung, die ihre eigene Benutzeroberfläche haben, dauert der Prozess damit wohl länger. Die speziellen Oberflächen sollen aber in jedem Fall erlaubt und erhalten bleiben. So steht’s jedenfalls im Entwicklerblog.

Samsung plant derzeit folgende Updates fix: Im ersten Quartal sollen das Galaxy Note und das S2 ein Update bekommen.
Seit ein paar Tagen gibt es außerdem das Gerücht, dass sich Samsung dem Wunsch vieler Kunden nachkommt und auch für das Galaxy Tab und das Galaxy S ein Update macht.
UPDATE 17.29: Samsung hat das Update für Tab und S dementiert

Sony Ericsson wird Ende März bis Ende April die xperia-Reihe updaten.
HTC (Sensation-Reihe) und Motorola (Droid Razr) haben das Frühjahr bzw. das erste Halbjahr im Visier.

Wer nicht solange warten will, findet in den Foren bereits zahlreiche Alpha- und Betaversionen von Custom-ROMs mit Android 4.0.
Mehr dazu nächste Woche.

Täglich 700.000 neue Android-Geräte

Beeindruckende Zahlen: Jeden Tag werden 700.000 Gerät mit Android als Betriebssystem neu aktiviert. Im Sommer 2010 waren es noch rund 100.000 Smartphones und Tablets.

Die aktuelle Zahl twitterte Andy Rubin, Chef der Mobilfunksparte bei Google. Somit kommen pro Woche 4,9 Millionen und pro Jar 255,5 Millionen Geräte hinzu. Bei dieser Wachstumsrate wird Android das iOS-System von Apple im kommenden Jahr überholen.

Höhere Facebook-Nutzung bei Android als beim iPhone

Im Dezember hat die Zahl der täglichen Facebook-Nutzer auf Android-Geräten, die Nutzung des Netzwerkes auf dem iPhone überholt. Laut App Data lag die Zahl bei 58,8 Millionen DAU (Daily Active User) gegenüber 57,6 Millionen iPhone-Nutzern.

Allerdings hat die Facebook App auf iPhones bei der monatlichen Nutzung (MAU) mit 99,5 Millionen gegenüber 86,1 Millionen die Nase vorn. Laut Marktforscher Nielsen ist Facebook in allen Altersgruppen die beliebteste App gleich nach dem Android Market.

Der Android-Market holt gewaltig auf: 10 Milliarden Downloads; Apps für 10 Cents

Google hat am vergangenen Wochenende die Download-Marke von 10 Milliarden Apps überschritten. Die Wachstumsrate liegt bei einer Milliarde Downloads pro Monat.

Ein irres Tempo, doch noch liegt Apples iOS vorn und ist auch schneller gewachsen. Apple benötigte 30 Monate bis zur 10 Milliarden-Marke, bei Google waren es 38 Monate.

Google ist dennoch zu rechts stolz und feiert den Erfolg: Ab heute gibt es für zehn Tage ausgewählte Apps für lediglich 10 Cents im Market. Los geht es mit: Asphalt 6 HD, Color & Draw for Kids, Endomondo Sports Tracker Pro, Fieldrunners HD, Great Little War Game, Minecraft, Paper Camera, Sketchbook Mobile, Soundhound Infinity und SwiftKey X.

Android wächst zugunsten von Windows, Blackberry und Symbian

Android und Apples iOS dominieren den Markt der Smartphones. Laut Marktforscher Nielsen liegt der kombinierte Marktanteil in den USA bei 71,1 Prozent. Noch deutlicher wird es bei den App-Downloads: 83 Prozent aller Apps, die in den vergangenen 30 Tagen herunter geladen wurden, laufen auf einem Android- oder iOS-Gerät.

Der Anteil der Smartphone-Nutzer liegt in den USA aktuell bei 44 Prozent aller Mobilfunkkunden. Der Anteil wächst stetig. Die Zuwachs im dritten Quartal 2011 bei Android ging weniger Zulasten des iPhones, sondern knabbert an den Marktanteilen von Blackberrys (-2,2 %), Symbian (-0,3 Prozent) und Windows Mobile / 7 (-1,7 Prozent).

Deutsche laden mehr Apps herunter als US-Amerikaner

Erstaunlich aber wahr: Deutsche Android-Nutzer laden pro Monat mehr Apps herunter als die US-Amerikaner. An der Spitze stehen die Schweden mit durchschnittlich 5,5 Apps pro Monat.

Aber diese Zahlen können nicht darüber hinweg täuschen, dass die USA nach wie vor der größte App-Markt mit etwas über 50 Prozent aller Downloads ist.

Laut Android Market Insights von research2guidance kamen im Oktober 46.000 neue Apps auf den Markt. Rund 11.000 pro Woche, im Sommer waren es 7.500 Apps pro Woche. Rund 21 Prozent der neuen Apps tragen ein Preisschild.