Für dicke Finger: der Stift zum Smartphone

Die meisten Smartphones haben zwar berührungsempfindliche Displays (Touchscreens), diese reagieren aber nur auf Kontakt mit der Haut. Das liegt daran dass die menschliche Haut leicht elektrisch leitet. Daher können die Touchscreens in der Regel nicht mit Handschuhen oder herkömmlichen Stiften, wie sie mancher Organizer verwendet, benutzt werden.

Die Lösung sind Stifte mit einer leitenden Spitze. Diese gibt es zum Beispiel bei eBay im Dreierpack für wenige Euro. Und aus eigener Erfahrung: das funktioniert ziemlich gut.

Gerade wenn man etwas kräftigere Finger hat, bewahrt einen der Stift vor allzu viel Frust beim Tippen von E-Mails oder SMS.

Ein Streifzug durch die Welt der Custom-ROMs

Wie letzte Woche angekündigt, hier mal ein Streifzug durch die Welt der Custom-ROMs.
Wer es nicht kennt: mit einem Custom-ROM kann man das ursprüngliche Android-System durch ein modifiziertes ersetzen.
Das modifizierte kann eventuell mehr oder andere Funktionen haben (oder einfach nicht gebranded sein).
Oder aber man spielt eine höhere Android-Version auf, zum Beispiel Android 4.0 auf das auch die Besitzer ganz neuer Geräte teilweise noch Monate warten müssen.

In diversen Foren tauchen seit dem offiziellen Release von Android 4.0 entsprechende Custom-ROMs auf.
Vorab der Hinweis: ein Custom-ROM löscht alles, was auf dem Gerät drauf ist.
Also alle persönlichen Daten vorher sichern! Und am besten auch eine Kopie des ursprünglichen Systems ziehen, falls beim Aufspielen des neuen etwas schief geht.
Mit dem Aufspielen eines Custom-ROMs erlischt außerdem die Garantie des Geräts. Sollte man es gar nicht mehr selber zum Laufen kriegen, kann man dann nur noch auf die Kulanz des Herstellers hoffen.
Generell empfiehlt sich das Ganze nur, wenn man ein bisschen Kenntnisse von Linux und eine kleine Portion Mut hat.
Dann kann aber eigentlich nichts mehr schief gehen. ;-)

Let’s Go:

  • Nexus One

Google hat mehrfach verneint, dass Android 4.0 auf dem 2010er Flagschiff läuft. Jedenfalls wird es kein offizielles Update geben.
Kein Problem. Dieses scheint erstaunlich stabil zu sein.

  • Samsung Galaxy S

Das Galaxy S und das Nexus One sind quasi baugleich. Und wenn das Nexus S etwas kann, warum sollte es das Galaxy S dann nicht auch können.
Hier gibt es ein Custom-ROM für das Galaxy S.

  • Samsung Galaxy SII

Streng genommen kein Custom-ROM, denn im Netz ist die Samsung-Version von Android 4.0 aufgetaucht.

wird fortgesetzt…

Kleine Spielerei: Galaxy Nexus-Simulator im Web

Der amerikanische Provider Verizon Wireless hat für seine Kunden als Support-Tool einen Simulator für die Bedienung des Galaxy Nexus ins Netz gestellt. Aber den kann natürlich jeder nutzen.

Unter http://support.verizonwireless.com/simulator/Samsung/galaxy_nexus/ werden einzelne Funktionen erklärt und in kleinen Animation gezeigt. Interessant, weil das Ganze natürlich mit Android 4.0 läuft.
Auf der rechten Seite gibt es die passenden Anweisungen zum “Nachspielen”.

Android 4 ist noch selten – viele Updates angekündigt

Wie Google vermeldet, ist die neueste Android-Version 4.0 bisher noch kaum auf einem Gerät: Erst knapp ein Prozent alle Android-Smartphones sind Up-To-Date.

Woran liegt`s? Nun, es gibt erst ein Gerät zu kaufen, auf dem Android 4.0 vorinstalliert ist. Das ist Googles Referenzmodell Galaxy Nexus (Hersteller Samsung).
Und auch auf das letzte Referenzmodell, dem Nexus S (auch Samsung) kann man Ice Cream Sandwich (Googles Codename für 4.0) über das Firmwareupdate aufspielen.

Ansonsten Flaute. Google hat den Herstellern wohl ein paar mehr Regeln mit auf den Weg gegeben, was sie bei der Anpassung zu beachten haben-
So ist unter anderem ein Standarddesign einzuhalten. Gerade für Hersteller wie HTC und Samsung, die ihre eigene Benutzeroberfläche haben, dauert der Prozess damit wohl länger. Die speziellen Oberflächen sollen aber in jedem Fall erlaubt und erhalten bleiben. So steht’s jedenfalls im Entwicklerblog.

Samsung plant derzeit folgende Updates fix: Im ersten Quartal sollen das Galaxy Note und das S2 ein Update bekommen.
Seit ein paar Tagen gibt es außerdem das Gerücht, dass sich Samsung dem Wunsch vieler Kunden nachkommt und auch für das Galaxy Tab und das Galaxy S ein Update macht.
UPDATE 17.29: Samsung hat das Update für Tab und S dementiert

Sony Ericsson wird Ende März bis Ende April die xperia-Reihe updaten.
HTC (Sensation-Reihe) und Motorola (Droid Razr) haben das Frühjahr bzw. das erste Halbjahr im Visier.

Wer nicht solange warten will, findet in den Foren bereits zahlreiche Alpha- und Betaversionen von Custom-ROMs mit Android 4.0.
Mehr dazu nächste Woche.

Android 4.0 – ein erster Erfahrungsbericht – Teil 5

Heute zum Abschluss noch zwei nette Funktionen:

  • Android 4 hat den Datenverbrauch richtig gut im Blick: in den Einstellungen gibt als einen der ersten Einträge diesen Punkt.
    Hier kann man einstellen, wie hoch das monatliche Inklusivvolumen in seinem Vertrag ist (trotz so-called Flatrates wird ja fast überall irgendwann die Geschwindigkeit gedrosselt). Android warnt , wenn das Limit erreicht ist. Auf Wunsch wird die Datennutzung dann auch komplett abgeschaltet. Das kann sinnvoll sein, wenn man für mehr Datenvolumen wirklich bezahlen muss.
    Wenn man dann auf dem Bildschirm runterscrollt, kommt außerdem eine genaue Auflistung, welche App oder welcher Systemdienst wie viel Verkehr produziert hat.
    Android weist selbst darauf hin, dass seine eigene Zählung von der des Mobilnetzbetreibers abweichen kann. Ein praktischer Anhaltspunkt ist es alle mal!

 

  • Bislang konnte man auf einem Android-Gerät nicht einfach so einen Screenshot machen. Da hatten es die Apple-Nutzer einfacher.
    Wenn man jetzt auf dem Nexus S die Lautstärke-leiser-Taste und die Power-Taste gleichzeitig für ca. 1-2 Sekunden gedrückt hält, bis das Auslöse-Geräusch der Kamera ertönt, hat man einen Screenshot. Dieser wird in der Galerie im Ordner Screenshots abgelegt.
    So ist es jetzt wesentlich einfacher, anderen zu zeigen, was das Android-Gerät anzeigt, zum Beispiel Fehlermeldungen.

Android 4.0 – ein erster Erfahrungsbericht – Teil 4

Bisher brauchte man spezielle Apps oder musste einzelne Aufnahmen nachher am Computer mühsam zu einem Panorama zusammensetzen.
Die Kamera-App in Android 4.0 kann ganz von selbst Panoramafotos machen. Na gut, nicht ganz von selbst, aber es fehlt nicht mehr viel.

Dazu wird in der Kamera-App auf Panorama geschaltet und dann das Handy nach links oder rechts bewegt.
Der Bewegungssensor erkennt automatisch, in welche Richtung aufgenommen wird. Wenn man sich zu schnell bewegt, warnt die App.
Wenn man den Bewegunsgradius (mehr als 180°) abfotografiert hat, setzt die App das ganze zu einem Panorama zusammen, zumindest auf dem Nexus S dauert das Zusammensetzen jedoch ca. 30 Sekunden.

Android 4.0 – ein erster Erfahrungsbericht – Teil 3

Der neue Taskmanager in Android 4.0 ist ebenfalls schön geworden.
Sah man bisher nur die Icons der Apps, die gerade offen waren, werden nun
alle Apps mit Vorschau angezeigt, wenn man die Home-Taste lange drückt.

Die Vorschau ist so detailliert, dass man zum Beispiel bei E-Mail und SMS den Text lesen kann.
Ein Tipp auf die App wechselt zu ihr.
Wischt man die App zur Seite, wird sie in der Regel beendet.
Doch auch wenn die Telefon-App “weggewischt” wurde, ist man natürlich weiterhin telefonisch erreichbar.

Android 4.0 – ein erster Erfahrungsbericht – Teil 2

Auch der Sperrbildschirm hat sich bei Android 4.0 verändert.
Statt schnöder Schieberegler gibt es nun einen leuchtend weißen Button mit einem Schloss.
Um den Bildschirm zu entsperren, einfach das Schloss berühren und dann leuchtet rechts das offene Schloss auf
und das Schloss aus der Mitte auf das offene Ziehen.

Auf der linken Seite erscheint bei gedrücktem Schloss-Symbol auch ein Button für die Kamera.
Zieht man das Schloss auf ihn, wird entsperrt und es öffnet sich sofort die Kamera-App und ist bereit zum Schnappschuss.

Der diese Woche vorgestellte Widgetlocker, mit dem man Widgets auf den Sperrbildschirm legen kann, funktioniert unter Android 4.0 problemlos.